Legende der Maine Coon und Heiligen Birma.
Maine Coon
Nach einer Legende sind die Katzen, welche bis ins frühe 20. Jahrhundert
noch Coon Cats hiessen, Nachfahren langhaariger Katzen, die mit Kapitän Tom
Coon von England nach Amerika kamen. Kapitän Coon machte häufiger in den
Häfen von Maine halt. Seine langhaarigen Katzen (wahrscheinlich Perser und
Angora, welche zu dieser Zeit in Europa gross in Mode waren) gingen immer
mit ihm an Land und verpaarten sich dort mit den einheimischen
Kurzhaar-Katzen. die Nachkommen nannte die Bevölkerung mehr oder weniger
erfreut Coon's Cats.
Eine andere Theorie ist, daß die Maine Coon von der Norwegischen Waldkatze
abstammt (die der Maine Coon von allen Rassen am ähnlichsten ist) und von
den Wikingern nach Amerika eingeführt wurde.
Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass die langhaarigen Vorfahren der Maine
Coon im 18. Jahrhundert mit den ersten Siedlern nach Amerika kamen und sich
dann mit den einheimischen Kurzhaar-Katzen paarten. Da im US-Bundesstaat
Maine, der weit im Norden an der Ostküste und der Grenze zu Kanada liegt,
ein sehr rauhes Klima herrscht, passte sich die Katze diesen harten
Bedingungen im Laufe der Zeit an. So wurde die Maine Coon zu einer grossen,
robusten und kräftigen Katze.
Heilige Birma
Vor Jahrhunderten lebten in
den Tempeln von Burma buddhistische Mönche. Sie hielten sich reinweiße
Katzen mit goldgelben Augen und verehrten die Tiere sehr, da sie als Träger
des Geistes der verstorbenen Priester galten. Die Mönche glaubten, dass ihre
Seele nach dem Verlassen der sterblichen Hülle in einer katzenartigen
Gestalt nochmals leben dürfe. sie verehrten daher auch die Göttin
Tsum-Kyan-Kse, welche durch eine goldene Statue mit glühenden Saphiraugen
dargestellt wurde und für die Seelenwanderung verantwortlich war. Der Hohe
Priester Mun-Ha widmete jeden Abend im Tempel von Lao-Tsun einen
Gottesdienst dieser Göttin und stets begleitete ihn sein treuer Gefährte
Sinh, eine der über hundert heiligen Tempelkatzen. Eines Tages wurde der
Tempel von Räubern überfallen und der Priester Mun-Ha wurde verletzt und lag
im Sterben. Sinh aber stellte sich auf seinen Herrn und hielt sieben Tage
lang Totenwache und starrte auf die Statue der Göttin. Am siebten Tag trag
eine wundersame Verwandlung ein, und Sinhs weißes Fell bekam einen goldenen
Schimmer, sein Gesicht, seine Beine und der Schwanz dunkelten in der Farbe
der Erde. Seine gelben Augen wechselten in ein tiefes Saphirblau. Die Pfoten
aber blieben reinweiß, als ein Symbol von Mun-Has reinem Geist. Am nächsten
Morgen waren alle Tempelkatzen gleich gefärbt.